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Auteur: Warschawski, Michael
Titel: An der Grenze
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Michael Warschawski hat eine beeindruckende politische Autobiografie geschrieben. In ihr warnt er vor einer neuen Bedrohung Israels: der gesellschaftlichen Spaltung in Israelis und Juden. "Was mal die Rechte war, ist jetzt das Zentrum", hieß es kürzlich in einem israelischen Cartoon. Nur: "Wo ist die Linke [the Israeli Left] geblieben?" - "It left." Sie ist verschwunden. Bittere Wahrheit: Der Großteil der israelischen Friedensbewegung hat seine Mission bereits mit dem Beginn des Osloer Friedensprozesses für beendet gehalten - in der irrigen Annahme, die Rabin-Regierung werde schon alles richten. Den Rest erledigte dann Premierminister Ehud Barak mit seinem erfolgreichen Propagandafeldzug, der Palästinenserpräsident Jassir Arafat die alleinige Schuld für das Scheitern der Friedensgespräche in Camp David 2000 zuschrieb und diesem gar unterstellte, Frieden gar nicht zu wollen.Doch es gibt in Israel durchaus noch eine Linke, auch wenn sie öffentlich kaum noch wahrgenommen wird. Zu ihr zählt Michael Warschawski, der seit 35 Jahren für die friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern kämpft. Mit "An der Grenze" hat er ein beeindruckendes Dokument seiner politischen Entwicklung vorgelegt. Der Bericht dieses Grenzgängers verdient schon allein wegen seiner brillanten Analyse der israelischen Gesellschaft und seiner unpaternalistischen Haltung gegenüber den Palästinensern große Beachtung.
2004, 255 pag., Euro 21
Nautilus, Hamburg, ISBN 3894014318


This page last updated on: 13-1-2015