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Auteur: Schüle, Meike
Titel: Die Ästhetisierung der RAF
Sub titel: Eine Diskursanalyse zur Debatte um die Berliner Ausstellung:»Zur Vorstellung des Terrors«

Die »Rote Armee Fraktion« gibt es nicht mehr. Dennoch ist sie nicht aus der Gesellschaft entschwunden: 2005 ist die RAF wiedererwacht, allerdings in einem ästhetischen Kontext. »Zur Vorstellung des Terrors« war der Name einer Ausstellung in Berlin, die die RAF weder mystifizieren, noch die Opfer verharmlosen sollte. Ziel war eine Kunstausstellung. Der Diskurs über dieses Projekt wurde schnell zu einem Selbstläufer im System der Massenmedien (Niklas Luhmann). Die RAF diente nur noch als Thema, Stoff oder Vehikel der massenmedialen Reproduktion, ihre eigentliche Absicht, der politische Kampf gegen den faschistischen und kapitalistischen Staat wurde ignoriert. Der Diskurs über die Ausstellung hat gezeigt, dass dreißig Jahre nach dem Terror im »Deutschen Herbst« eine Transformation der RAF vollzogen wurde. Der Boden jeglicher Ideologie ist dabei verlassen worden. Angesichts der medialen Konstruktion der Wirklichkeit ist die RAF etwas Neues geworden: Objekt der Kunst. Dass die RAF durch die Ausstellung »Zur Vorstellung des Terrors« entpolitisiert und ästhetisiert wurde, soll durch die Analyse der medialen Debatte und mit Blick auf den medialen Diskurs exemplifiziert werden.
2008, 140 pag., Euro 59
VDM Verlag Dr. Müller, , ISBN 9783836467032


This page last updated on: 13-1-2015