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Auteur: Gruppe Blauer Montag
Titel: Risse im Putz
Sub titel: Autonomie, Prekarisierung und autoritärer Sozialstaat

Die Hamburger Gruppe Blauer Montag, die ihren Ursprung in den Jobber- und Erwerbsloseninitiativen der 1980er-Jahre hat, zählt zu den wenigen Zusammenhängen der autonomen Linken, die die »soziale Frage« seit Jahren zu ihrem zentralen Thema gemacht hat. Der Übergang von Welfare zu Workfare ist einer ihrer Untersuchungsgegenstände. Anders als die neokeynesianisch orientierte Traditionslinke, aber auch in Abgrenzung zu Vertretern eher neoliberaler Grundeinkommensvarianten stellt die Gruppe den Zusammenhang von kapitalistischem Kommando und Mehrwertabpressung im Produktionsprozess mit der sozialstaatlich regulierten Reproduktion in den Fokus ihrer Kritik. Mit ihren Texten interveniert sie in ein zwischen Autonomen und Linksgewerkschaftern angesiedeltes Debattenfeld um Arbeitsmarkt und Sozialpolitik. Der Blaue Montag formuliert dabei einen lebendigen Einspruch gegen Prekarisierung, Zwangsflexibilisierung und autoritären Sozialstaat. Das Buch bildet einen zentralen Debattenstrang der sozialrevolutionären Linken ab und ist in theoretischer, bewegungsgeschichtlicher und auf praktische Intervention zielender Hinsicht äußerst interessant.
2009, 192 pag., Euro 17
Assoziation A, Berlin, ISBN 9783935936729


This page last updated on: 13-1-2015