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Auteur: Speit, Andreas
Titel: Grüne Braune
Sub titel: Umwelt-, Tier- und Heimatschutz von Rechts

In der Ökologieszene fallen sie nicht immer gleich auf: die umweltbewegten extremen Rechten. Im Bioladen kann man sich mit ihnen über die Waren, bei Anti-AKW-Protesten über die ökologischen Auswirkung der Atompolitik und bei Aktionen gegen genmanipuliertes Saatgut über die Naturbeeinträchtigungen austauschen. In Selbstversorgungsnetzwerke sind die grünen Braunen engagiert, liefern Bio-Kisten und Ökologische Baustoffe. Seit Jahren engagiert sich die Szene von militanten Neonazis und intellektuellen Rechten für ökologische Belange, sorgt sich vermeintlich um Mensch, Umwelt und Tier. Die NPD protestiert gegen Müllverbrennungsanlagen. Kameradschaften setzen sich gegen Schächten und für vegane Lebensweise ein. In »Umwelt & Aktiv« warnen Autoren vor der zerstörerischen Wachstumspolitik. Intellektuelle der Neuen Rechten kapern linke Diskurse und beklagen die Entfremdung des Menschen und der Raubbau der Natur. In der Öffentlichkeit löst dieses Engagement der extremen Rechten immer wieder Überraschung aus. Verwundert zeigen sich Bürgerinitiativen, wenn extrem Rechte sich beteiligen wollen. Doch Umwelt- und Tierschutz waren nie per se fortschrittliche Themen. Von einer Instrumentalisierung darf nicht ausgegangen werden. Schon in der Völkischen Bewegung ab 1871 beklagen Publizisten und Politiker die moderne Gesellschaft, warnten vor einem entwurzelten Leben und ungebremsten Wachstum. Die Verbindung von ökologischen Fragen mit extrem-rechten Forderungen ist nicht neu. Umweltschutz ist hier gleich Heimatschutz. Heute setzt sich die Szene wieder aus ökologischen Bedenken heraus gegen »die Juden« und die Einwanderung und für einen starken Staat und eine geschlossen Gemeinschaft ein.
2010, 80 pag., Euro 8,8
Unrast NIET GEBRUIKEN, Münster, ISBN 9873897711051


This page last updated on: 13-1-2015