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Auteur: Makazaga, Xabier
Titel: Demokratie und Folter
Sub titel: Das Beispiel Spanien

Dieses Buch richtet sich gegen ein Kartell des Schweigens. Obwohl die Menschenrechtsgremien von UNO und EU oder Amnesty International alljährlich gegen Folterungen in Spanien protestieren, findet sich darüber in der Presse fast nichts. Die postfranquistische Justiz und Politik bestreiten hartnäckig alle Vorwürfe, selbst wenn es ausnahmsweise zu einem Strafprozess kommen sollte. Die wenigen jemals verurteilten Folterer wurden fast alle begnadigt oder sogar befördert. Der baskische Autor Xabier Makazaga geht diesem Skandal nach und belegt detailliert, dass auch in den bürgerlichen Demokratien des Westens – neben Spanien z.B. in Frankreich während des Indochina- und Algerienkriegs oder durch die USA in Guantánamo und Abu Ghraib – Folter und Misshandlungen durch die Sicherheitskräfte veranlasst, geduldet und häufig routinemäßig angewendet werden, um politische Gegner oder auch nur aufmüpfige Jugendliche einzuschüchtern und zu zermürben. Das Buch enthält aktuelle Fallzahlen und zahlreiche Berichte von Folteropfern in Spanien. Es beschreibt zudem die Morde der staatlich organisierten Todesschwadron GAL. Makazaga untersucht darüber hinaus, wie Regierungsstellen versuchen, die ausgeübte Folter zu vertuschen oder zu legitimieren. Oft genügt das Etikett »ETA«, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Makazaga fordert im Einklang mit Amnesty International eine Änderung der spanischen Anti-Terrorgesetzgebung, die durch eine fünftägige Kontaktsperre die ungestrafte Anwendung der Folter begünstigt. Makazagas Buch ist ein Appell gegen das Wegsehen und die Teilnahmslosigkeit und für alle an Menschenrechtsfragen Interessierten unentbehrliche Lektüre.
2011, 160 pag., Euro 15,8
Assoziation A, Berlin, ISBN 9783862414062


This page last updated on: 13-1-2015