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Auteur: Umbria, Alèssi dell`
Titel: Die Commune von Marseille
Sub titel: Internationalisten & Föderalisten im Aufstand 1870/71

Marseille gilt als letzte ungeschliffene Großstadt Frankreichs. Diejenigen, die diesen Umstand gestern noch mit gerümpfter Nase benannten, scheinen ihn heute als etwas extrem Positives, als Alleinstellungsmerkmal zu begreifen… Schließlich geht es um die Transformation der Stadt in eine Ware. Dafür sind Pseudo-Ereignisse wie „Marseille Provence 2013 – europäische Kulturhauptstadt“ ein wichtiges Hilfsmittel. Die Privatisierung der Küste, ihre Umwandlung in ein Marketingprodukt bringt Räume hervor, die unbewohnbar sind. Die Umwandlung des Marseiller Küstenstreifens in einen Nicht-Ort (non-lieu), eigentlich ist das fast undenkbar. Dennoch gelingt es der Lokalpolitik zunehmend, aus Marseille eine traurige und kalte Stadt zu machen. Scharfzüngig kritisiert Alèssi dell’Umbria die aktuelle Stadtplanung Marseilles und das zentralistische Modell Frankreichs. Der Historiker bietet mit seiner Universalgeschichte von Marseille keinen in einer Gegenkultur verorteten Stadtführer, wie es ihn für „das Barcelona der Rebellen, Hausbesetzer, Immigranten, Streikenden und Revolutionäre“ gibt. Vielmehr spürt Dell’Umbria einer verschütteten aufständischen, freiheitlichen Tradition und Alltagskultur in Marseille nach, die er bis in die Sprache und Dichtung zurückverfolgt. Herzstück der vorliegenden Broschüre ist das Kapitel über die Aufstände und Kommunen von Marseille der Jahre 1870/71, in denen u. a. Mitglieder der Internationalen Arbeiter- Assoziation (IAA) eine hervorragende Rolle spielten.
2013, 68 pag., Euro 4,2
Syndikat A, Moers, ISBN Zonder


This page last updated on: 13-1-2015