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Das Schlachten beenden!

15.90

Waren die modernen Schlachthäuser von Chicago bis Tula/Russland, die im ausgehenden 19. Jahrhundert die Epoche der industriellen Schlachtung und Massentierhaltung einläuteten, wirklich eine »humanere Form des Tötens«, wie es damals propagiert wurde? Gibt es überhaupt moderne, »humane« Formen des Tötens? Leo Tolstoi hat einen dieser modernen Schlachthöfe besucht und war geschockt. Magnus Schwantje hat dann mitten im Ersten Weltkrieg Analysen zum Zusammenhang von Tiermord und Menschenmord veröffentlicht. Für den Anarchisten Elisée Reclus gehörte zu einer anarchistischen Moral die vegetarischer Lebensweise. Die Feministin, Juristin und gewaltfreie Anarchistin Clara Wichmann stellte eine Rechtstradition infrage, die Tiere mit Sachen gleichstellte. »Sozialismus heißt ausbeutungsfreie Gesellschaft«, propagierte in den Zwanzigerjahren der »Internationale Sozialistische Kampfbund« (ISK) und meinte damit, dass auch Tiere frei von Ausbeutung leben sollten. Die heutigen Kontroversen um Veganismus, Tierrechtsbewegungen, Kampagnen gegen Massentierhaltung und Tierversuche haben eine Geschichte, die zum Teil mit anarchistischen, feministischen, pazifistischen und sozialistischen Argumentationen verknüpft war. Das Buch geht diesen historischen Spuren nach.

SKU: 24210
Subtitle: Zur Kritik der Gewalt an Tieren. Anarchistische, pazifistische, feministische und linkssozialistische Traditionen
Author: Tolstoi, Leo & Clara Wichmann & Elisée Reclus & Magnus Schwantje
Year: 2010
ISBN: 9783939045137
Pages: 192
Language: German / Deutsch
Publisher: Graswurzel revolution
Publisher's city: Nettersheim
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